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Trennungen

Wer sich in einer Trennungsphase befindet und vor seinen zerbrochenen Träumen steht, findet oft nichts Gutes, er beklagt sein Schicksal. Es fällt verständlicherweise schwer, in dieser Zeit an das gemeinsame Schöne zu denken. Wer im Hass oder Vorwurf auseinandergeht, kommt kaum vorwärts, denn der Hass ist die enttäuschte Form der Liebe. Wer gerne die Schuld beim anderen sucht, bleibt Opfer und schwächt sich. Es ist wichtig, dass sich jeder beim Abschied auch seinem Teil der „Verantwortung" stellt.

Um wieder mit neuer Kraft und Klarheit den weiteren Lebensweg gehen zu können ist eine gute Trennung der wesentliche Schritt in eine neue Freiheit, die alte Bindung muss geachtet werden. Unbewältigter Trennungsschmerz wie Hass, Wut, Vorwurf, bindet die Partner weiterhin aneinander. Die Partner bleiben darüber (in Trauer oder in Hass) an den früheren Partner gebunden und erschweren einen Neubeginn.

„Ich verlasse dich!" Es gibt kaum vergleichbare Worte, die uns mehr in eine Lebenskrise stürzen können wie diese. Es beginnt ein langer Weg, bis wir es glauben und bewältigen können. Manche Beziehungen entwickeln sich leise auseinander und das Paar leistet bereits während der bestehenden Partnerschaft Trauerarbeit. Wer sich bereits innerlich von seinem Partner verabschiedet hat, gerät nach der Trennung kaum in emotionale Schwierigkeiten.


Alle Menschen durchlaufen verschiedene Phasen nach dem ersten Trennungsschock. Selbst der Partner, von dem die Trennung ausgeht, erlebt diese Phasen. Auch dann, wenn er einen Vorsprung hat, weil er meist schon während der Zeit der Partnerschaft begonnen hat, sich abzulösen. Für den Verlassenen ist oft die Trennungsabsicht spürbar, aber die Trennung selbst noch nicht durchgeführt und so ist er emotional noch nicht auf sie vorbereitet.

Die vier Phasen der Trennung

Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.
(Karl Michael Pilsl)

Was hilft im ersten Trennungsschock?

Akzeptieren Sie Ihre Gefühle für den Augenblick und seien Sie liebevoll zu sich selbst. Verlangen Sie nicht von sich, so funktionieren zu müssen, als sei nichts geschehen. Es ist normal, dass Sie im gegenwärtigen Moment aus dem Gleichgewicht sind. Sie dürfen sich wütend fühlen, Sie dürfen traurig sein, Sie dürfen weinen, hoffen ... All diese Gefühle kommen wechselweise wieder. Sie erleben Selbstzweifel und Gedanken des Verrates („er/sie hat mich im Stich gelassen, er/sie muss mir eine zweite Chance geben, ich hätte mehr für ihn/sie tun sollen, mich liebevoller verhalten sollen, ich kann ohne ihn/sie nicht leben, ich bin nicht liebenswert ...")
Bei all diesen Gedanken erleben Sie verständlicherweise Schuldgefühle, Selbstzweifel, Unruhe, Schlafstörungen etc. Ihre Gefühle sind in dieser Phase völlig normal, denn Ihr gesamtes Lebenskonzept wird derzeit bedroht. Sie hatten Erwartungen, Wünsche, Träume aus der Vergangenheit, die nun alle zu zerbrechen drohen. Vergessen Sie nicht, dass Sie die Situation jetzt aus der Perspektive Ihrer Vergangenheit sehen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, eine neue Zukunft aufzubauen – auch ohne Ihren Partner. Es gibt ein Leben danach, vielleicht sogar ein schöneres.
Was ausschaut wie das Ende, kann der Anfang eines neuen Lebens sein.